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Das Meer im Blick : Betrachtungen der performativen Künste und der Literatur

2018 - Artemide

133 pages : illustrations

Includes bibliographical references.

Das Meer stellt von jeher Sehnsuchtsort und Abgrund zugleich dar. Symbolisiert es einerseits das Weibliche, Ursprüngliche, so beschwört es andererseits Vorstellungen von Auflösung und Tod und verweist dabei auf Unbewusstes, Rätselhaftes und Verdrängtes, das unter seiner Oberfläche im Verborgenen bleibt. In der österreichischen Kunst findet es sich als Hintergrund, als Metapher, als Stoff in vielerlei Aggregatzuständen wieder – sei es in der Literatur, im Film, Tanz oder im Theater, obwohl Österreich schon längst keine eigene Anbindung an die stürmische See mehr hat. Dient das Meer nunmehr den einen dazu, einer Sehnsucht nach Utopie Ausdruck zu verleihen, so erweist sich das ihm inhar̈ente Prinzip von Ebbe und Flut fur̈andere schlicht als Bedingung der eigenen Kunst.

Über alldem präsentiert sich das Wasser heute für viele als aus- und abgrenzendes Element, das überwunden werden muss, um an die Küste, das lebensrettende Festland, zu gelangen. Der Band versammelt Wissenschaftler_innen unterschiedlicher Disziplinen, die auf eindruc̈kliche Weise zeigen, welchen Stellenwert das Maritime in der österreichischen Kunst einnimmt. [Text des Herausgebers]

Collected essays.

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