Ermutigungen zur inklusiven Ausrichtung von Kindheitspädagogik
45-61 p.
Der pädagogische Alltag in Kindertageseinrichtungen in Deutschland ist eingebunden in vielfältige Erwartungen und Widersprüche, z. B. zwischen dem eigenständigen Bildungsauftrag und der Anschlussfähigkeit an die Institution Schule. Dabei scheinen sich die Unabhängigkeit vom formalen Bildungssystem und die professionelle Selbstbewusstheit gegenüber angrenzenden Disziplinen zu verlieren; normierte (Entwicklungs-)Erwartungen werden übernommen und implizieren Einordnung von Kindern, wo aus pädagogischer Perspektive das gemeinsame Spielen und Lernen im Mittelpunkt stehen sollte. Die Komplexität an Aufgaben und Anforderungen verunsichert pädagogische Fachkräfte und bildet Barrieren, die Familienzusammenarbeit und Kooperationen erschweren und die pädagogische Arbeit in den Hintergrund weisen. In ihrer Kritik an normierenden Bildungstraditionen und an einer Bildungspolitik, die sich durch Selektion und Ökonomisierung bestimmen lässt, kann die inklusive Pädagogik Orientierung und Argumentationskraft für eine
unabhängigere Position bieten. So umreißt der Beitrag eine inklusive Ausrichtung von Kindheitspädagogik, welche die aufzuzeigenden Barrieren im Perspektivwechsel dekonstruiert, um Fachkräfte für den pädagogischen Alltag zu ermutigen. [Verlagstext]
33404 characters.
Ist Teil von
Didattica e inclusione scolastica : Costruire comunità = Inklusion im Bildungsbereich 2023 : Vernetzt. - ( Atti)-
Artikel aus derselben Ausgabe (einzeln erhältlich)
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