Grenzwissen - Wissensgrenzen : Raumstruktur und Wissensorganisation im Alexanderroman Ulrichs von Etzenbach
319 p.
Alexanderromane erzählen nicht nur die Geschichte eines großenFeldherrn, sondern bieten mit Alexanders Zug in den Orient eineProjektionsfläche für das mittelalterliche Interesse am Erkunden undErfinden. Im Orient begegnet Alexander Wundern und Wundervölkern,erbaut ein Unterwasserboot und steigt mit einem Greifengefährt in denHimmel. Die Orientepisoden setzen sich aus einem Potpourri anethnographischem, geographischem, technischem und zoologischem Wissenteils fabulöser, teils traditioneller, teils historischer oderimaginativer Art zusammen.Viele Alexanderromane versuchen allerdings, die Wunder des Orients zuregulieren. Eine Ausnahme bildet der Text Ulrichs von Etzenbach. Erschöpft das durch den Alexanderstoff vermittelte Wissen von Wundernund technischen Imaginationen möglichst vollständig aus. Seineunkonventionelle Gestaltung des poetischen Raums resultiert in einerÖffnung des Textes für das Orientwissen. Der sich durch Reiseberichtewie z.B. eines Marco Polos bereits ankündigende Wissenswandel hin zurFrühen
Neuzeit wird dabei teilweise vorweggenommen. [Publisher's text]
806408 characters.
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ISBN: 9783777617565
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